Am Samstag, den 21., und Sonntag, den 22. März, finden wieder die mit Spannung erwarteten FAI-Frühlingstage statt. Ein besonderes Wochenende, das der Wiederentdeckung der Schönheiten des Territoriums gewidmet ist — zwischen Kunst, Natur und Geschichte. Die Marken — die einzige Region Italiens im Plural — stehen dabei mit einer Auswahl außergewöhnlicher Orte im Mittelpunkt. Dank des Engagements der FAI-Freiwilligen ist es möglich, Denkmäler, Gärten, Paläste und Aussichtspunkte zu besichtigen, die oft der breiten Öffentlichkeit unbekannt sind.

Hier sind die Orte an der Riviera del Conero:


ANCONA

Palazzo Benincasa

Der Palazzo Benincasa mit Blick auf die Via della Loggia, der die Kriegsereignisse überstanden hat, bewahrt noch heute seine Fresken aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Familie Benincasa prägte über Jahrhunderte das kulturelle Leben Anconas — von Reedern über Kartografen bis hin zu Dichtern und Förderern der ersten öffentlichen Bibliothek der Stadt. Die Fassade, die im 15. Jahrhundert von Dionisio in Auftrag gegeben wurde, wird Giorgio Orsini aus Sebenico zugeschrieben, während im Inneren Fresken von Giuseppe Pallavicini erhalten sind. Heute beherbergt das Gebäude die Bibliothek Amatori, die nach Vereinbarung zugänglich ist.

Öffnungszeiten:

Samstag: 10:00 – 13:00 / 14:00 – 18:00


Kaserne Paolini – Regionalkommando der Guardia di Finanza

Die Kaserne Gian Maria Paolini befindet sich im ehemaligen Kloster San Domenico, einem Ort, der seit 1831 religiöse Tradition und Militärgeschichte verbindet. Im 18. Jahrhundert erneuert und durch napoleonische Beschlagnahmungen sowie die Einigung Italiens geprägt, wurde der Komplex im Krieg schwer beschädigt und später restauriert. Zu seinen Besonderheiten zählen die Skulpturen von Varlé und die lange Präsenz des Militäringenieurkorps. Seit 1984 trägt sie den Namen des Leutnants Paolini, eines 1944 hingerichteten Partisanen.

Öffnungszeiten:

Samstag: 15:00 – 18:00 (letzter Einlass 17:30)

Sonntag: 10:00 – 12:30 / 15:00 – 18:00 (letzter Einlass 17:30)


Fincantieri

Die Werft von Ancona, die bereits seit der Römerzeit besteht und später päpstliches Arsenal war, entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einem Industriekomplex und erhielt 1988 ihre heutige Struktur. Sie erstreckt sich über 360.000 Quadratmeter und umfasst die gesamte Produktionskette, von der Materiallagerung bis zur Vorfertigung der Schiffsrumpfblöcke. Ein 500-Tonnen-Kran und ein großes Trockendock ermöglichen Montage, Ausstattung und Tests der Bordanlagen. Die Anlage ist für den Bau von zwei Schiffen mit 54.000 BRT pro Jahr ausgelegt.

Öffnungszeiten:

Sonntag: 10:00 – 17:00 (letzter Einlass 16:30)


RECANATI

L’Orto dell’Infinito

Der Garten auf dem Hügel des „Infinito“, 2019 vom FAI wiedereröffnet, ist ein stiller Ort mit Blick auf die Hügellandschaft der Marken und eng mit der Lyrik Leopardis verbunden. Ursprünglich als hortus conclusus des Klosters Santo Stefano angelegt, überstand er napoleonische Aufhebungen und Restaurierungen im 20. Jahrhundert, wobei seine ursprüngliche Form erhalten blieb. Der Rundgang beginnt im Nationalen Zentrum für Leopardi-Studien und führt zu diesem schlichten Ort mit Bäumen, Gemüsegärten und Pergolen. Von seiner Mauer eröffnet sich bis heute eines der eindrucksvollsten Panoramen der Region — von den Sibillinischen Bergen bis zum Meer.

Öffnungszeiten:

Samstag: 10:00 – 18:00 (letzter Einlass 17:30)

Sonntag: 10:00 – 18:00 (letzter Einlass 17:30)


Stiftung I.R.C.E.R. Assunta, Recanati

Das ehemalige Kloster der Assunta, heute Sitz der Stiftung I.R.C.E.R. in Recanati, geht auf das Vermächtnis der Adligen Barbara Massilla zurück, die 1595 ihr Haus einem Kloster für Witwen widmete. Ab 1622 beherbergte es Ordensschwestern, ein Waisenhaus und ein Internat, das auch von Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Familie Leopardi besucht wurde. Im 20. Jahrhundert wurde dort ein Kindergarten eröffnet, benannt nach Donna Laura Simonetti Carradori und unterstützt von Ettore Leopardi sowie der Familie Carradori. Seit 1952 wird der Komplex von I.R.C.E.R. verwaltet und bleibt einer der bedeutendsten historischen Orte im Zentrum von Recanati.

Öffnungszeiten:

Samstag: 15:00 – 19:00 (letzter Einlass 18:30)

Sonntag: 10:00 – 13:00 / 15:00 – 19:00 (letzter Einlass 18:30)


Teatro Persiani

Das Theater von Recanati wurde 1823 von Monaldo Leopardi in Auftrag gegeben und 1840 nach einem Entwurf von Tommaso Brandoni eröffnet; seit 1898 trägt es den Namen des Komponisten Giuseppe Persiani. Mit seinen 400 Plätzen, dem hufeisenförmigen Saal und den mit vergoldetem Stuck verzierten Logen ist es ein klassisches italienisches Theater. Künstler wie Mascagni und Beniamino Gigli traten hier auf; Letzterer wird heute in einem internen Museum gewürdigt. Das Theater wird von AMAT und der Stadt verwaltet, beherbergt weiterhin Theater- und Musikspielzeiten und ist Kandidat für das Netzwerk historischer Theater.

Öffnungszeiten:

Samstag: 15:00 – 19:00 (letzter Einlass 18:30)

Sonntag: 10:00 – 13:00 / 15:00 – 19:00 (letzter Einlass 18:30)