Heute, am 27. Januar, wird der Holocaust-Gedenktag begangen. Er entstand aus einem der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte: der Ermordung von sechs Millionen Juden sowie aller Menschen, die vom nationalsozialistisch-faschistischen Regime als „minderwertig“ eingestuft wurden — darunter Roma, Homosexuelle, politische Gegner und Kriegsgefangene.

Die Stadt Ancona, eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden Europas, erlebte, wie viele ihrer Bürgerinnen und Bürger aus ihren Häusern vertrieben und in Vernichtungslager deportiert wurden. Zahlreiche Initiativen wurden ins Leben gerufen, um die Erinnerung wachzuhalten; zu den bedeutendsten zählen die Stolpersteine, kleine Denkmäler im öffentlichen Raum, die den Opfern dieses Massenmordes gewidmet sind.

Initiiert wurde das Projekt vom deutschen Künstler Gunter Demnig, der europaweit mehr als 71.000 Stolpersteine verlegt hat, auch in Italien und in Ancona.

Anlässlich des heutigen Gedenktages hat die Stadtverwaltung von Ancona zwischen 8:30 und 13:15 Uhr Treffpunkte an einigen dieser Stolpersteine eingerichtet. Hier sind die Standorte:

  • Corso Amendola, 51 (Ferruccio Ascoli – Giacomo Russi – Sergio Russi)

  • Via Astagno, 10 (Eugenia Carcassoni – Guido Lowenthal)

  • Via Astagno, 18 (Dante Coen – Romilde Coen – Umberto Coen)

  • Corso Garibaldi, 28 (Enrica Coen – Mosè Coen)

  • Via della Loggia, 1 (Franco Coen Beninfante – Lucio Coen Beninfante – Renzo Coen Beninfante)

  • Via Santa Margherita, 5 (Achille Guglielmi – Gino Guglielmi – Elsa Zamorani)

  • Piazza Cavour, 10 (Andrea Lorenzetti)

  • Via Goito, 2 (Nella Montefiori)

  • Via delle Fornaci Comunali, 9 (Vittoria Nenni)

  • Via Bernabei, 12 (Alberto Pacifici)

  • Corso Garibaldi, 19 (Piero Sonnino)

  • Piazza del Plebiscito, 40/41 (Dante Sturbini)

  • Via Isonzo, 146 (Gino Tommasi)

  • Via Volturno, 2 (Bruno Cagli)

  • Corso Garibaldi, 40 (Clara Sereno)

  • Corso Carlo Alberto (Alvaro Pietrucci)

  • Torrette (Lamberto Morbidelli)

Nur heute öffnet außerdem die Synagoge von Ancona ihre Türen für die Öffentlichkeit und bietet kostenlose Führungen bis 17:30 Uhr an.

Der Holocaust-Gedenktag soll nicht nur an einen der grausamsten Völkermorde der Geschichte erinnern, sondern auch daran mahnen, dass er aus menschlicher Grausamkeit entstanden ist — einer Grausamkeit, die noch heute Millionen Unschuldige trifft.